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Inkassobüro
Ein Inkassobüro betreibt, wer sich gewerbsmäßig mit der Einziehung fremder oder zur
Einziehung abgetretener Forderungen befasst.
In Deutschland sind etwa 750 zugelassene Inkasso-Unternehmen tätig, von denen etwa 500 Mitglied
im Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) sind.
Sämtliche Mitgliedsunternehmen des BDIU haben sich zur Einhaltung rechtsstaatlicher
Verfahrensweisen verpflichtet und unterliegen der Überwachung durch die örtlichen Gerichtspräsidenten.
Sie müssen geordnete wirtschaftliche Verhältnisse sowie umfangreiche theoretische und praktische
Rechtskenntnisse nachweisen. Der BDIU bemüht sich konsequent um einen hohen Qualitätsstandard
seiner Mitgliedsunternehmen, so dass es durchaus auch zum Ausschluss eines Mitgliedsunternehmens,
das die Qualitätsstandards nicht einhält, kommen kann.
In einem jüngst bekannt gewordenen Fall hatte z.B. ein hessisches Inkassounternehmen
für einen Auftraggeber tatsächlich nicht bestehende Forderungen gegenüber dessen angeblichen
Kunden eintreiben wollen. Die betroffenen Verbraucher hatten angeblich über Internetseiten
Verträge abgeschlossen, diese Seiten in Wirklichkeit jedoch selbst nie besucht.
Das Inkassounternehmen hatte es versäumt, die angeblichen Zahlungsansprüche
seines Auftraggebers näher zu prüfen, und kam seinen Prüfpflichten auch nach zahlreichen
Hinweisen und Beschwerden nicht nach.
Im Ergebnis reagierte der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU)
mit dem Ausschluss des betreffenden Inkassounternehmens. Der Ausschluss fand statt,
da dieses Unternehmen seinen Prüfpflichten hinsichtlich der Legitimation der übernommenen
Forderungen seines Auftraggebers nicht bzw. nur ungenügend nachgekommen war.
Es mit einem Inkassobüro zu tun zu bekommen, kann jeden treffen: Ob es nun ein Privatmann ist,
der versäumt hat, seine Handy-Rechnung zu bezahlen oder ein kleines oder mittelständisches Unternehmen,
das Finanzierungs- und Liquiditätsprobleme hat. Besonders diese Unternehmen leiden sehr stark unter der
schlechten Zahlungsmoral ihrer Kunden.
Bei Banken einen Kredit zu erhalten, gestaltet sich sehr schwierig.
Factoring, von Experten empfohlen, ist eine Alternative
zum Kredit und eine Möglichkeit des weiteren Wachstums des Unternehmens. Mit dem sog.
Forderungsverkauf bleiben Sie, auch wenn Ihre Kunden nicht zahlen,
liquide beziehungsweise, Sie können Liquiditätsengpässe schnell ausgleichen. Eine Factoringgesellschaft kauft,
gegen ein kleines Entgelt, die offenen Geldforderungen auf und kümmert sich selbst um das
Eintreiben.
Ein weiterer Vorteil ist, dass besonders kleine Betriebe durch Factoring keinerlei Aufwand mit dem
Forderungsmanagement haben.
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